Geschichte des Wurstmarkts
Von der Wallfahrt zum Weinfest.
Über 870 Jahre auf einer Linie: 23 Stationen, die aus einem Markttag am Michelsberg das größte Weinfest der Welt gemacht haben.
- Stationen
- 23
- Erste Erwähnung
- 1417
- Zeitraum
- 1155–2026
- Ausgaben bis 2027
- 611
01 — Chronik
Von 1155bis heute
Jede Station mit Hintergrund, Ereignis und Einordnung – ein Klick führt zur Detailseite.
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Frühe Erwähnung des Michelsbergs
1155 wurde die Weinlage auf dem Michelsberg als "Monte sancti Michaeli" urkundlich erwähnt. Die dortige Michaelskapelle wurde später zum Ziel von Wallfahrten am Michaelstag.
Station 1 lesen : 1155 – Frühe Erwähnung des Michelsbergs -
Der erste Markt auf dem Michelsberg
Eine Rechnung aus dem Jahr 1417 belegt, dass der damalige Michaelismarkt bereits bestand. Aus dem Markt im Umfeld der Wallfahrten entwickelte sich über Jahrhunderte der heutige…
Station 2 lesen : 1417 – Der erste Markt auf dem Michelsberg -
Marktordnung und Verlegung ins Tal
1449 ließ Abt Heinrich Ullner von Dieburg den Markt auf die Brühlwiesen verlegen und regelte ihn durch eine Marktordnung als öffentliches Kirchweihfest. Dauerhaft blieb er dort…
Station 3 lesen : 1449 – Marktordnung und Verlegung ins Tal -
Ende der Michaelskapelle
Das kurpfälzische Oberamt ließ die alte Michaelskapelle 1601 abbrechen. Erst 1990 wurde auf dem Michelsberg wieder eine Kapelle geweiht.
Station 4 lesen : 1601 – Ende der Michaelskapelle -
Vom Michaelismarkt zum Wurstmarkt
1832 wurde die Bezeichnung "Wurstmarkt" in einer polizeiamtlichen Verfügung erstmals aktenkundig. Der neue Name setzte sich im Lauf des 19. Jahrhunderts gegen "Michaelismarkt"…
Station 5 lesen : 1832 – Vom Michaelismarkt zum Wurstmarkt -
Der Nachmarkt entsteht
1882 wurde am folgenden Sonntag ein zusätzlicher "Nachmarkt" eingeführt. Das bisherige Marktwochenende hieß zur Unterscheidung fortan "Vormarkt".
Station 6 lesen : 1882 – Der Nachmarkt entsteht -
Der Wurstmarkt rückt nach vorn
1910 wurde der Festtermin von der Zeit um Michaelis Ende September auf den zweiten und dritten Septembersonntag vorverlegt. Man hoffte damit auf günstigeres Wetter.
Station 7 lesen : 1910 – Der Wurstmarkt rückt nach vorn -
Der neue Termin wird amtlich
1913 erteilte die königlich-bayerische Staatsregierung die endgültige Zustimmung zur 1910 eingeführten Vorverlegung des Wurstmarkts.
Station 8 lesen : 1913 – Der neue Termin wird amtlich -
Verlängerung auf sechs Tage
1926 wurde der bis dahin fünftägige Wurstmarkt um einen weiteren Festtag verlängert. Die heutige neuntägige Form entstand erst durch spätere Erweiterungen.
Station 9 lesen : 1926 – Verlängerung auf sechs Tage -
Das Dürkheimer Riesenfass entsteht
1934 ließ der Küfer und Winzer Fritz Keller das Dürkheimer Riesenfass errichten. Das Wahrzeichen fasst theoretisch rund 1,7 Millionen Liter, war aber von Anfang an ein Gasthaus.
Station 10 lesen : 1934 – Das Dürkheimer Riesenfass entsteht -
Kriegsjahre und Zwangspause
Während des Zweiten Weltkriegs fand kein regulärer Wurstmarkt statt. 1947 knüpfte Bad Dürkheim mit einem einfachen Herbstfest wieder an die Tradition an.
Station 11 lesen : 1940 – Kriegsjahre und Zwangspause -
Fischmarkt statt Wurstmarkt
Wegen der anhaltenden Lebensmittelknappheit wurde 1948 ein "Fischmarkt" veranstaltet. Erst 1949 kehrte Bad Dürkheim wieder zum regulären Wurstmarkt zurück.
Station 12 lesen : 1948 – Fischmarkt statt Wurstmarkt -
Der siebte Festtag
1951 wurde der Wurstmarkt auf sieben Festtage erweitert. 1965 kam ein achter Tag hinzu; seit 1985 dauert der reguläre Festbetrieb neun Tage.
Station 13 lesen : 1951 – Der siebte Festtag -
Größtes Weinfest der Welt
1966 wurde offiziell festgestellt, dass auf dem Dürkheimer Wurstmarkt mehr Wein ausgeschenkt wurde als auf jedem anderen Weinfest. Seither wirbt das Fest mit dem Titel "Größtes…
Station 14 lesen : 1966 – Größtes Weinfest der Welt -
Neun Tage Feiern
Seit 1985 dauert der reguläre Wurstmarkt neun Festtage. Seine typische Form verbindet zwei Festwochenenden mit dem Montag dazwischen.
Station 15 lesen : 1985 – Neun Tage Feiern -
Der 600. Dürkheimer Wurstmarkt
2016 feierte Bad Dürkheim die 600. Ausgabe des Wurstmarkts. Ein großer historischer Festzug und ein umfangreiches Jubiläumsprogramm rückten die lange Tradition in den Mittelpunkt.
Station 16 lesen : 2016 – Der 600. Dürkheimer Wurstmarkt -
Worschdmarkt dehääm
Wegen der Corona-Pandemie fiel der Wurstmarkt 2020 erstmals seit der Nachkriegszeit aus. Livestreams und Weinpakete brachten als "Worschdmarkt dehääm" ein Stück Fest ins…
Station 17 lesen : 2020 – Worschdmarkt dehääm -
Erneute Absage
Auch 2021 konnte der Wurstmarkt wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Damit blieben die Brühlwiesen zum zweiten Mal in Folge ohne regulären Festbetrieb.
Station 18 lesen : 2021 – Erneute Absage -
Rückkehr auf die Brühlwiesen
Nach zwei Jahren Corona-Pause wurde 2022 der 606. Dürkheimer Wurstmarkt gefeiert. Neun Festtage, Festzug, historisches Spiel und Fassanstich brachten die vertraute Tradition…
Station 19 lesen : 2022 – Rückkehr auf die Brühlwiesen -
Der 607. Wurstmarkt
Der 607. Wurstmarkt bot 307 geprüfte oder prämierte Weine und Sekte aus Bad Dürkheim. Zugleich feierte das historische Eröffnungsspiel sein 50-jähriges Bestehen.
Station 20 lesen : 2023 – Der 607. Wurstmarkt -
Heiraten auf dem Wurstmarkt
Beim 608. Wurstmarkt konnten sich Paare erstmals an mehreren Orten auf und rund um das Festgelände kirchlich trauen oder segnen lassen.
Station 21 lesen : 2024 – Heiraten auf dem Wurstmarkt -
Historisches Schauspiel am Michelsberg
Der 609. Dürkheimer Wurstmarkt wurde vom 12. bis 22. September 2025 gefeiert. Historisches Eröffnungsspiel, Festzug und Fassanstich bildeten den traditionellen Auftakt.
Station 22 lesen : 2025 – Historisches Schauspiel am Michelsberg -
Mehr als 600.000 Gäste
Der 610. Dürkheimer Wurstmarkt wurde 2026 an zehn Veranstaltungstagen von mehr als 600.000 Menschen besucht. Stadt, Beschicker und Einsatzkräfte zogen eine positive Bilanz.
Station 23 lesen : 2026 – Mehr als 600.000 Gäste
Kriege. Pandemien.Neue Namen.Ein Wurstmarkt.
Nur wenige Male ist das Fest ausgefallen – und jedes Mal kam es zurück auf die Brühlwiesen.
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